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Bauarbeiten
Dichtwände
Diese dienen zu Minimierung der Wasserhaltung des umschlossenen Bereichs, zwei Verfahren wurden ausgeführt.
Herstellung Schmalwand
Dabei wird ein schwerer Stahlträger mittels eines Rüttelbären in den Boden eingerammt, uns während des Ziehens der Bohle werden die verbleibenden Hohlräume mit einer Dichtwandmischung aus Bentonit, Wasser, Steinmehl und Zement unter Druck verpresst. Da dieser Vorgang nahtlos laufend erfolgt, entsteht eine fugenlose Wand. Am Langen Feld gelang es, Schmalwände in großtechnischem Ausmaß bis in eine Tiefe von 33 m herzustellen.
Herstellung Schlitzwand
Die Dichtwände wurden nach dem Zweiphasenverfahren hergestellt, bei dem die Herstellung der Schlitzwand in zwei Arbeitsgängen erfolgt. Zunächst wird der Boden durch das Aushubwerkzeug unter Stützung der Schlitzwandungen mit einer reinen Bentonitsuspension ausgehoben. Im zweiten Arbeitsgang wird dann die Stützfüssigkeit gegen das eigentliche Dichtungsmaterial ausgetauscht.
Wasserhaltung
Um sicherzustellen, dass keine Sickerwässer aus dem umgeschlossene Altlastenbereich in den umgebenden Grundwasserhorizont soweit tieferliegende tertiäre Grundwasserleiter austreten, wird eine Potentialdifferenz von 50 cm von außen nach innen bzw. von unten nach oben durch die Wasserhaltung ständig aufrechterhalten. Diese notwendigen Grundwasserabsenkungen im inneren der Deponie und in den Dichtwandkammern werden durch eine computergesteuerte, vollautomatische Wasserhaltungsanlage erzielt. Ebenso wird zwischen den parallelen Dichtwänden eine Wasserhaltung betrieben, um einerseits durch Einstellung der Kammerwasserstände 20 cm über dem Deponiewasserstand eine zusätzliche Sicherheit gegenüber dem Austreten von Sickerwässern zu gewährleisten, und anderseits eventuell durch auftretende Änderungen der abzupumpenden Mengen Fehlstellen in den Dichtwänden frühzeitig erkennen zu können und zu reparieren, ohne dass dabei Sickerwässer austreten.